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	<title>AbidiText - konzeptionelle Werbetexte von Heike Schmidt-Abidi</title>
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	<description>... weil Worte wirken!</description>
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		<title>Die Glücksbringerin</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 10:25:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AbidiText</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücherwurm]]></category>
		<category><![CDATA[Anja Polaszewski]]></category>
		<category><![CDATA[Anthologie]]></category>
		<category><![CDATA[Glückssache]]></category>
		<category><![CDATA[polamedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Denken ist Glückssache, heißt es. Lieben auch. Und überhaupt das ganze Leben – alles Glückssache. Und nicht zuletzt: ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #333333;"><strong>Denken ist Glückssache, heißt es. Lieben auch. Und überhaupt das ganze Leben – alles Glückssache. Und nicht zuletzt: Begegnungen und Kontakte mit interessanten <a href="http://www.texttreff.de" target="_blank"><span style="color: #333333;">Texttreff</span></a>-Kolleginnen, die einfach ihr Glück selbst in die Hand nehmen, ihren Traum wahr machen, einen Verlag gründen und Herzensprojekte realisieren. Zum Beispiel zum Thema Glück: Die Anthologie „<a href="http://www.polamedia.de/verlag/?page_id=196" target="_blank"><span style="color: #333333;">Glückssache</span></a>“ ist im November 2011 im <a href="http://www.polamedia.de/verlag" target="_blank"><span style="color: #333333;">polamedia Verlag</span></a> erschienen. Hinter <a href="www.polamedia.de" target="_blank"><span style="color: #333333;">polamedia </span></a>steckt <a href="http://www.polamedia.de/index.php/wer-bin-ich.html" target="_blank"><span style="color: #333333;">Anja Polaszewski</span></a> – Bild- und Textjournalistin, Schriftstellerin, Sprachenfetischistin, <a href="http://www.coralita.de" target="_blank"><span style="color: #333333;">Bloggerin</span></a>,Weltreisende und Grimassenschneiderin. Hier mein Interview mit ihr:</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #333333;"><a href="http://www.abiditext.de/3006/die-glucksbringerin/pola/" rel="attachment wp-att-3012"><img class="wp-image-3012 alignnone" title="pola" src="http://www.abiditext.de/abiditext/wp-content/uploads/2012/02/pola.jpg" alt="" width="540" height="177" /></a></span></p>
<p><span style="color: #008080;"><em> Anja, 2010 hast du deinen eigenen Verlag gegründet. Was hat dich dazu motiviert? War das nicht auch sehr mutig, verwegen geradezu, ins Haifischbecken der Buchbranche einen kleinen Verlag zu setzen, in dem du Herzensprojekte realisieren kannst?</em></span></p>
<p>Mein erstes Buch, eine Kurzgeschichtensammlung mit Fotografien über Berlin (Berlin: Begegnungen und Begebenheiten), habe ich 2009 über einen Online-Buchverlag drucken lassen. Ich bemerkte jedoch schnell, dass ich den Vertrieb gern in meine eigenen Hände legen würde. Ich habe mich kurzerhand zum Thema Verlagsgründung schlau gemacht, habe tagelang im Internet gestöbert, Bücher gelesen und dann einfach losgelegt: Im September 2010 habe ich den polamedia Verlag gegründet. Und auch, wenn ich derzeit vorwiegend „Leidenschaftsprojekte“ verlege, bereue ich meine Entscheidung bis heute nicht. Mein Verlag ist klein, aber mein.</p>
<p><span style="color: #008080;"><em>Du hast dich mit polamedia auf die Herausgabe von Belletristik (Anthologien, Romanen, Autobiografien) und elektronischen Medien (CDs, DVDs) spezialisiert. In den Anthologien gibst du ganz bewusst auch Nachwuchsschriftstellern die Chance auf Veröffentlichung. Wie wählst du die Beiträge aus? Machst du Ausschreibungen, Wettbewerbe? Wer ist die Jury – du alleine?</em></span></p>
<p>Auf meinen Internetseiten <a href="http://www.polamedia.de" target="_blank">www.polamedia.de</a> und <a href="http://www.coralita.de" target="_blank">www.coralita.de</a> gibt es regelmäßig Ausschreibungen, die sich um die verschiedensten Themen des Lebens drehen. Das sind Themen wie Liebe, Glück und aktuell das Reisen. Es ist richtig, dass ich vor allem Nachwuchsschriftstellern die Möglichkeit bieten möchte, ihre Geschichten, Gedichte und Bilder zu publizieren. Ich weiß, wie schwer es ist, auf dem Büchermarkt Fuß zu fassen und sehe es als eine gute Gelegenheit, der Öffentlichkeit erste Werke zugänglich zu machen und auf sich aufmerksam zu machen. Die Jury, die im Rahmen der entstehenden Anthologien die Beiträge auswählt, besteht aus drei Journalisten und Schriftstellern – mich eingeschlossen. Wir alle lesen die Werke und beratschlagen uns dann. Talent spielt natürlich eine entscheidende Rolle. Es muss das Gefühl entstehen, dass der Schriftsteller mit Freunde und Engagement bei der Sache war.</p>
<p><span style="color: #008080;"><em>Die Anthologie „Glückssache“ beschäftigt sich, wie der Titel schon sagt, mit dem Thema Glück. Die Texte – Gedichte, Kurzgeschichten, Essays – dieser Anthologie beleuchten das Thema auf unterschiedlichste Weise. Manche definieren Glück als den Zufall, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, andere betrachten es als die Fähigkeit, die schönen Dinge des Lebens zu wahrzunehmen und zu genießen. Ist Glück für dich persönlich eher der Lottogewinn oder eher die große Liebe oder etwas ganz anderes?</em></span></p>
<p>Im Vorwort zu „Glückssache“ habe ich versucht, auszudrücken, was Glück für mich persönlich bedeutet. Dort schreibe ich unter anderem: „Ich denke, dass der Glück hat, dessen Herz und Seele in einem Gleichgewicht zueinander stehen. Glücklich ist der, der zufrieden ist und nicht immerzu vergleicht.“ Ja, ich denke, das trifft es. Glück ist oft ein kleiner Moment, von dem man monate- ja, sogar jahrelang zehren kann. Ein Moment der Zweisamkeit oder ein tiefgründiges Gespräch unter Freunden. Glück ist immer auch, was man selbst daraus macht.</p>
<p><span style="color: #008080;"><em>Gibt es unter den 24 Texten des Glücksbuchs einen Lieblingsbeitrag?</em></span></p>
<p>Ich finde natürlich alle Beiträge schön, sie entstammen tiefgründigen Federn, nachdenklichen und feinfühligen Menschen. Das liebe ich. Eine Geschichte rührte mich allerdings zu Tränen. Deshalb sage ich spontan: „Gretas Geschenke“.</p>
<p><span style="color: #008080;"><em>Ganz großartig ist natürlich auch das Titelfoto, das du selbst gemacht hast. Gibt es dazu eine Geschichte? War das spontan? Warum hast du es ausgewählt?</em></span></p>
<p><a href="http://www.abiditext.de/3006/die-glucksbringerin/cover-gluck-2/" rel="attachment wp-att-3037"><img class="alignright size-medium wp-image-3037" title="Cover Glück" src="http://www.abiditext.de/abiditext/wp-content/uploads/2012/02/Cover-Glück1-345x500.jpg" alt="" width="345" height="500" /></a></p>
<p>Freut mich, dass es Dir gefällt! Jede Fotografie erzählt ja eine Geschichte – und resultiert wiederum aus einer. Das Titelfoto von „Glückssache“ ist auf einer Firmenfeier im Rahmen der „FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010“ in Berlin entstanden. Ich hatte den Auftrag, den Tag in Bildern festzuhalten. Das Foto zeigt einen afrikanischen Künstler mit seinem Akkordeon und in typischer Tracht. Seine Combo war – so kann man sich lebhaft vorstellen – unglaublich agil und wegen der Bewegungen schwer einzufangen. Ich war so frech und habe einmal testgeblitzt, um die Aufmerksamkeit des Mannes auf mich zu lenken. Er sah mich dann tatsächlich an und zeigte mit dem Finger auf mich – so nach dem Muster „Ah, DU warst das!“ Danach zeigte er übrigens ein strahlend weißes Lachen und beachtete mich nicht weiter.</p>
<p><span style="color: #008080;"><em>Die Fotografie ist ja eine weitere große Leidenschaft von dir. Eine schöne Sache zu sehen und sie benennen, beschreiben zu können – gehört das für dich zusammen?</em></span></p>
<p>Genau so sieht es aus. Worte allein können nicht immer das beschreiben, was man sagen möchte. Ein Foto hilft da weiter. Es heißt ja nicht umsonst: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. In Kombination sind sie beide – Worte und Bilder – allerdings unschlagbar. Fotografien werten auch Reportagen und ganze Bücher auf. Ohne sie wäre doch alles nur halb so schön oder? Das gleiche gilt im übrigen auch für Zeichnungen. In meine Anthologien nehme ich deshalb auch Gemälde und Skizzen auf.</p>
<p><span style="color: #008080;"><em>Hast du schon ein neues Projekt in der Mache?</em></span></p>
<p>Ja, es gibt eine neue <a href="http://www.polamedia.de/verlag/?page_id=187" target="_blank">Literaturausschreibung </a>zum Thema „Reisen“. Es gibt bereits tolle Resonanz auf die Ausschreibung. Das freut mich sehr. Reisen ist ja auch so ein Thema, das den persönlichen Horizont erweitert. Das ist mir bei meinen Themen am wichtigsten.</p>
<p><em>Weitere Informationen: www.polamedia.de/verlag</em></p>
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		<title>Flexibel, serviceorientiert und innovativ? Das ist ja mal ganz was Neues!</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 10:18:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AbidiText</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Floskelvermeidung]]></category>
		<category><![CDATA[Kerstin Hoffmann]]></category>
		<category><![CDATA[Texttreff]]></category>
		<category><![CDATA[ungewöhnliche Formulierungen]]></category>
		<category><![CDATA[Werbetext]]></category>

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		<description><![CDATA[Der erste Werbetext, in dem je ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Dienstleistung als flexibel, serviceorientiert und innovativ (wahlweise ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><span style="color: #008080;">Der erste Werbetext, in dem je ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Dienstleistung als flexibel, serviceorientiert und innovativ (wahlweise auch als individuell, preiswert und effektiv) bezeichnet wurde, mag eventuell für Aufmerksamkeit gesorgt haben. Damals, in der Steinzeit. Aber eins ist sicher: Die Zillionen ins gleiche Horn stoßender Nachahmertexte tun es nicht! Jedenfalls nicht, ohne dass man diese durch inflationären Gebrauch zu Luftblasen mutierten Vokabeln mit Inhalt füllt! Deshalb danke ich meiner <a href="http://www.texttreff.de" target="_blank"><span style="color: #008080;">Texttreff</span></a>-Kollegin <a href="http://www.kerstin-hoffmann.de/" target="_blank"><span style="color: #008080;">Kerstin Hoffmann </span></a>dafür, dass sie das <a href="http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2012/01/10/jahr-der-ungewoehnlichen-formulierung/" target="_blank"><span style="color: #008080;">„Jahr der ungewöhnlichen Formulierung“</span></a> ausgerufen und mich dazu eingeladen hat, an ihrer gleichnamigen Blogparade teilzunehmen. Hier eine Anleitung zur Floskelvermeidung – und eine Erklärung dafür, warum hohle Phrasen leider manchmal unumgänglich sind.</span></strong></em></p>
<p>Die Situation ist folgende: Eine fiktive Werbetexterin X sitzt mit den Herren (leider sind es meist ausschließlich Herren) A, B und C im Erstgespräch. Man brauche eine Imagebroschüre, eröffnet A. „Dringend“, ergänzt B. „Für die Messe“, sagt C.</p>
<p>Briefing? „Nö, schriftlich gibt’s leider nix“, sind sich die drei einig. Dazu ist ja schließlich dieses Meeting da. Ha ha.</p>
<p>Es wird sehr gelacht und erst mal bei den Keksen zugegriffen. Kaffee ist reichlich da. Informationen eher weniger.</p>
<p>„Was ist denn die Kernkompetenz des Unternehmens?“, will X wissen.</p>
<p>„Na ja, das Produkt eben.“</p>
<p>Ein Allerweltsprodukt allerdings, befürchtet X und fragt vorsichtig, ob es Mitbewerber gibt.</p>
<p>„Tausende“, seufzen A, B und C. „Die bieten im Grunde alle dasselbe an. Ähnlich in Preis und Ausführung.“</p>
<p>X ahnt, dass dies hier schwierig wird, und fragt nach den Stärken des Unternehmens. Vielleicht können die Herren mit diesem Stichwort mehr anfangen als mit „Kernkompetenz“.</p>
<p>Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: Man sei innovativ, flexibel, servicestark.</p>
<p>„Aha“, sagt X, deren schlimmste Befürchtungen sich gerade erfüllen. „Aber behaupten das nicht alle von sich?“</p>
<p>„Schon“, geben A, B und C kleinlaut zu, aber da müsse man ja wohl mithalten: „Also wenn die das über ihr Unternehmen schreiben, dann schreiben wir das auch.“</p>
<p>Spätestens dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem X missionarisch wird und eine kleine Einführung bietet in den Sinn von Werbung:</p>
<p>„Nicht die Gemeinsamkeiten mit der Konkurrenz sollten Sie herausstellen, sondern die Unterschiede. Worin sind Sie besser?“</p>
<p>Schweigen im Walde.</p>
<p>Dann eine vorsichtige Rückfrage. Wie X das meine. „Was für Unterschiede. Wie – besser?“</p>
<p>Wenn X Glück hat, beherrscht sie die einschlägigen Verhörmethoden.</p>
<p>Schritt für Schritt bohrt sie nach und findet schließlich heraus, was mit „innovativ, flexibel, servicestark“ gemeint ist:</p>
<p>Man hat also eine eigene Entwicklungsabteilung. Randvoll mit hochkompetenten Leuten, klüger als Einstein und Hawking zusammen. Und eine besonders ausgeklügelte Logistik. Nicht zu vergessen die Servicetechniker, die bei Störungen innerhalb von maximal einer Stunde beim Kunden sind. Garantiert.</p>
<p>„Aha, aha, aha“, sagt X und notiert fleißig mit, „daraus lässt sich was machen. Sehr gut!“ Im Hinterkopf fallen ihr bereits die ersten netten Formulierungen ein – eine hübsche Headline-Idee ist auch schon dabei.</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Aber halt: So läuft das nicht immer. Nicht jedes Nachbohren führt zu einer inhaltlichen Goldmine. Manchmal bleibt heiße Luft auch einfach nur heiße Luft.</strong></span></p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Oder – noch schlimmer – stinkende heiße Luft.</strong></span></p>
<p>In solchen Fällen bleibt X nichts anderes übrig, als für Kaffee und Kekse zu danken und den Job anderen Lohnschreibern zu überlassen, die keine Probleme mit abgelutschten Floskeln haben.</p>
<p>Denn der erste Werbetext, der mit Formulierungen wie „Unsere megagünstigen Preise verdanken Sie der Tatsache, dass wir in Bangladesch unter menschenunwürdigen Bedingungen von Kindern fertigen lassen“ oder „Mit Service meinen wir eigentlich nur, dass wir eine Beschwerdehotline eingerichtet haben, die aber nur zu einem Callcenter in Brandenburg führt, wo keiner auch nur die geringste Ahnung hat“ enthält, muss erst noch geschrieben werden. Auffallen würde er aber wohl garantiert!</p>
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		<title>Humorbe-freit</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 16:20:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AbidiText</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schreibweise]]></category>
		<category><![CDATA[Duden]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung]]></category>
		<category><![CDATA[Urinstinkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Sogar den lustigsten Ist-zwar-korrekt-aber-sieht-komisch-aus-Gag macht er einem zunichte, der Duden, wenn er unter &#8220;U&#8221; wie &#8220;Urinstinkt&#8221; schreibt: »Das ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sogar den lustigsten Ist-zwar-korrekt-aber-sieht-komisch-aus-Gag macht er einem zunichte, der Duden, wenn er unter &#8220;U&#8221; wie &#8220;Urinstinkt&#8221; schreibt:</p>
<p>»Das Wort <em>Urinstinkt</em> sollte nicht zwischen <em>n</em> und <em>s</em> getrennt werden, da sonst eine irritierende und das Lesen hemmende Trennung entsteht.«</p>
<p>Man möchte hinzufügen: Aber stimmen tut&#8217;s trotzdem, vor allem in der Spargelzeit.</p>
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		<title>„Kontrastprogramm“ – Interview mit der Übersetzerin Ricarda Essrich</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 09:22:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AbidiText</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturübersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Nygaard]]></category>
		<category><![CDATA[Ricarda Essrich]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die skandinavischen Länder und die Menschen, die dort leben, faszinieren Ricarda Essrich – schon immer. Mit Schwedisch ist ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #888888;"><strong><a href="http://www.abiditext.de/abiditext/wp-content/uploads/2012/01/ricarda_ausschnitt.jpg" rel="lightbox[2952]" title="ricarda_ausschnitt"><img class="alignleft  wp-image-2957" title="ricarda_ausschnitt" src="http://www.abiditext.de/abiditext/wp-content/uploads/2012/01/ricarda_ausschnitt-487x500.jpg" alt="" width="292" height="300" /></a>Die skandinavischen Länder und die Menschen, die dort leben, faszinieren <a href="https://www.xing.com/profile/Ricarda_Essrich" target="_blank">Ricarda Essrich</a> – schon immer. Mit Schwedisch ist sie quasi aufgewachsen. Nach ihrem Studium der Skandinavistik, Allgemeinen Sprachwissenschaft und Phonetik in Köln begann sie 2005 als <a href="http://www.essrich.de/" target="_blank">Übersetzerin </a>zu arbeiten. Anfang 2008 hat sie sich selbstständig gemacht. Meist übersetzt sie technische Texte aus dem Schwedischen, Norwegischen und Dänischen ins Deutsche. Häufig sind es Bauausschreibungen, Betriebsanleitungen im Maschinenbau oder – nicht ganz so trocken – Werbetexte, etwa Websites. 2011 wurde ihre erste Literaturübersetzung veröffentlicht: der Jugendroman <a href="http://www.abentheuerverlag.de/index.php/Pressemitteilungen/autofokusvonmartinnygaard.html" target="_blank">AUTOFOKUS </a>von <a href="http://no.wikipedia.org/wiki/Martin_Nygaard" target="_blank">Martin Nygaard</a>. In seiner norwegischen Heimat ist Nygaard übrigens nicht nur als Autor bekannt, sondern auch als Eiskunstlaufmeister, Erfinder, Werbetexter, Drehbuchautor, Musikvideoproduzent, Hellseher, Songtextschreiber, Verleger und – genau wie Ricarda Essrich – <a href="http://www.f-b.no/kultur/hurra-i-dypeklo-1.2524082" target="_blank">Übersetzer</a>. AUTOFOKUS handelt vom Erwachsenwerden und ist in seiner Sprache sehr direkt, offen, fast drastisch, vor allem wenn es um das Erwachen der Sexualität geht. Also das völlige Gegenteil eines technischen Textes und damit für die Übersetzerin Ricarda Essrich eine besondere Herausforderung …<a href="http://www.abiditext.de/abiditext/wp-content/uploads/2012/01/Autofocus_Cover_medium4.jpg" rel="lightbox[2952]" title="Autofocus_Cover_medium"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2968" title="Autofocus_Cover_medium" src="http://www.abiditext.de/abiditext/wp-content/uploads/2012/01/Autofocus_Cover_medium4-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></strong></span></p>
<p><em><span style="color: #008080;">AUTOFOKUS war, was Romanübersetzungen betrifft, dein Erstling. Worin unterscheidet sich diese Arbeit von der Übersetzung reiner Sachtexte – von der schlechteren Bezahlung einmal abgesehen?</span></em></p>
<p>Ricarda Essrich: »Sachtexte müssen vor allem sachlich richtig sein und den Empfänger über die Fakten informieren. Bei Bauauschreibungen etwa kommt es meist viel mehr auf den Zeitfaktor an als auf die Sprache. Zwar bedeutet es viel Arbeit, sich die oft schwierige Terminologie zu erarbeiten, aber wenn man sich erst mal ein bestimmtes Vokabular angeeignet hat, geht die Sachtextübersetzung schnell.</p>
<p>Literaturübersetzungen sind kniffeliger, weil man einen bestimmten Ton treffen muss. Das geht weit über das pure „In-die-andere-Sprache-bringen“ hinaus. Manchmal muss man sich sehr weit vom Text entfernen, um ihn in die deutsche Kultur übertragen zu können. Da ist viel Kreativität gefragt. Oft sitzt man stundenlang an einem Absatz und formuliert immer wieder um. Dafür hat man aber meist auch mehr Zeit als für technische Texte.«</p>
<p><span style="color: #008080;"><em>Das ist ein echtes Kontrastprogramm. Welche Übersetzungsaufträge magst du lieber?</em></span></p>
<p>Ricarda Essrich: »Ich mag beides: Bei technischen Übersetzungen sieht man den Lohn der Mühen, der Abend- und Wochenendschichten am Ende in deutlichen Zahlen auf dem Kontoauszug. Und Literaturübersetzungen fordern meine Kreativität und meinen Kopf. Und ich bin unglaublich stolz, wenn ich das Ergebnis hinterher in den Händen halte. Was ich mir wünschen würde, ist eine Mischung aus gut bezahlten (und hoffentlich nicht allzu zeitkritischen) technischen Texten und einem schönen Buchprojekt, bei dem ich mich literarisch ein wenig austoben darf.«</p>
<p><span style="color: #008080;"><em>Mit technischen Fachausdrücken musstest du dich bei AUTOFOKUS zwar weniger befassen, dafür aber mit Jugendsprache. Ist das nicht genauso schwierig?</em></span></p>
<p>Ricarda Essrich: »Das eigentlich Anspruchsvolle war, dass das Buch in den Siebzigerjahren spielt und auch Jugendsprache aus dieser Zeit enthält. Natürlich hätte man das 1:1 in deutsche Jugendsprache aus den Siebzigern übertragen können, aber das will ja kein Jugendlicher heute lesen. Ich musste also aktuelle Jugendsprache verwenden, die trotzdem in den „historischen“ Kontext passt. Wobei ich generell sehr vorsichtig mit der Jugendsprache umgegangen bin – zu viel davon wirkt leicht übertrieben und bemüht.«</p>
<p><span style="color: #008080;"><em>Wie hast du recherchiert?</em></span></p>
<p>Ricarda Essrich: »Hauptsächlich im Internet. Aber ich hatte auch engen Kontakt zum Autor Martin Nygaard. Wenn mir etwas nicht klar war oder ich den Dreh nicht richtig bekam, habe ich ihn direkt gefragt, was er mit der Formulierung oder der Textstelle ausdrücken wollte.«</p>
<p><span style="color: #008080;"><em>In AUTOFOKUS geht es um Freundschaft und Zusammenhalt, aber auch um Pubertät, um das Erwachsenwerden, um den Umgang mit der eigenen Sexualität. Wie schwierig war es, in der Übersetzung den richtigen Ton zu treffen?</em></span></p>
<p>Ricarda Essrich: »Der Umgang mit Moritz‘ Sexualität war tatsächlich eine große Herausforderung. Ich habe mich oft gefragt: Will ich das so genau und detailliert wissen? Will der jugendliche Leser das so wissen? Und darf man das so schreiben? Wie viel Sex ist erlaubt im deutschen Jugendbuch? Aber in diesen Fragen habe ich viel Rückhalt vom Verlag und auch von Martin bekommen.«</p>
<p><span style="color: #008080;"><em>Das Buch, dessen Handlung sich in der Gegend um Oslo und teilweise auch auf einer Insel abspielt, erschien in Deutschland kurz vor den Attentaten von Oslo und Utøya. Glaubst du, das Leben der Jugendlichen in Norwegen, das in dem Buch beschrieben wird, ist danach ein anderes geworden?</em></span></p>
<p>Ricarda Essrich: »Ich bin nicht sicher. Eine Zeit lang ist es sicher weniger unbeschwert gewesen. Obwohl ich vermute, das ist wie mit allen großen Katastrophen und Ereignissen: Eine Zeit lang ändert sich alles, doch nach und nach kehrt man wieder zurück zu alten Gewohnheiten und Strukturen. Aber ich hoffe, es lässt die norwegischen Jugendlichen wieder mehr über Rechtsradikalismus etc. nachdenken.«</p>
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		<title>Möge Gott die Königin speichern? Berufsprofil Übersetzer</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 14:54:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AbidiText</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textberufe]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzer]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 2 der Serie „Textberufe”: Profis verhindern „Wurstkäs“ Im „worst case“ müsste man auf den schwedischen Krimi, den ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Teil 2 der Serie „Textberufe”: Profis verhindern „Wurstkäs“</strong></em></p>
<p>Im „worst case“ müsste man auf den schwedischen Krimi, den indischen Film, den arabischen Interviewpartner, das russische Fachbuch oder das amerikanische Computerspiel verzichten.</p>
<p>Doch zum Glück gibt es ja Sprachprofis, die den Zugang zu allen Kulturen der Erde ermöglichen – weit über das übliche Schulenglisch oder VHS-Spanisch hinaus.</p>
<p>Wenn ein großer Wortschatz und die korrekte Anwendung grammatischer Regeln genügen würde, um als Übersetzer erstklassige Arbeit zu leisten, hätten Übersetzungsprogramme längst den Markt im Griff.</p>
<p>Doch Maschinen haben nunmal kein Sprachgefühl, kein Händchen für stilistische Feinheiten und kein Gespür für Sprachmelodie, -klang oder -rhythmus. Übrigens würde sicher kein Übersetzer der Welt den Titel der britischen Nationalhymne so übersetzen wie in der Headline angedeutet, und nur automatische Übersetzungen machen aus der „Rocky Horror Picture Show“ ein „felsiges Grausigkeit-Abbildung Erscheinen“.</p>
<p>Gute Übersetzer können nicht nur von Quell- in Zielsprache übertragen, sondern auch hervorragend formulieren. Nicht ohne Grund sind literarische Übersetzungen ebenso urheberrechtlich geschützt wie der Ursprungstext.</p>
<p>Die meisten Übersetzer haben ein Diplomstudium, eine fachakademische Ausbildung oder eine vergleichbare Qualifikation absolviert. Geschützt ist die Bezeichnung „Übersetzer“ allerdings nicht. Lediglich Urkundenübersetzer müssen gerichtlich beeidigt sein und können „beglaubigte Übersetzungen“ liefern.</p>
<p>Häufig sind Übersetzer auf bestimmte Textsorten oder Fachgebiete spezialisiert – beispielsweise auf Romane, Gedichte, Comics oder auf Sachtexte aus wirtschaftlichen, technischen und anderen Bereichen.</p>
<p>Aus aktuellem Anlass darf ich an dieser Stelle auf meinen nächsten Blogbeitrag aufmerksam machen: Es wird ein Interview mit einer Übersetzerin sein …</p>
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		<title>Alles Gute für 2012!</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 09:34:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AbidiText</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mehr so]]></category>

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		<description><![CDATA[Die schönen Dinge des Lebens liegen oft näher, als man denkt. Man muss nur genau hinschauen:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die schönen Dinge des Lebens liegen oft näher, als man denkt. Man muss nur genau hinschauen:</p>
<p><a href="http://www.abiditext.de/2935/alles-gute-fur-2012/weihnachtsratsel/" rel="attachment wp-att-2936"><img class="alignleft size-large wp-image-2936" title="WeihnachtsRätsel" src="http://www.abiditext.de/abiditext/wp-content/uploads/2011/12/WeihnachtsRätsel-669x800.jpg" alt="" width="669" height="800" /></a></p>
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		<title>Guckt mal, warum eine Werbetexterin was geschrieben bekommt</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 15:16:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AbidiText</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textberufe]]></category>

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		<description><![CDATA[Hurra, ich wurde beblogwichtelt! Und zwar von Nora Günther, Mitglied im besten Netzwerk der Welt &#8211; dem Texttreff. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #008080;">Hurra, ich wurde beblogwichtelt! Und zwar von <a href="http://www.nora-g.de" target="_blank">Nora Günther</a>, Mitglied im besten Netzwerk der Welt &#8211; dem <a href="http://www.texttreff.de/" target="_blank"><span style="color: #008080;">Texttreff</span></a>. Wo es so unterschiedliche Frauen in Textberufen gibt wie Nora und mich: Übersetzerinnen, PR-Texterinnen, Journalistinnen, Lektorinnen, Ghostwriterinnen &#8230; nicht zu vergessen Historienromanautorinnen und Werbetexterinnen.  Größer könnte der Gegensatz nicht sein? Nora nahm die Herausforderung an. Und schrieb über Unterschiede &#8211; und Gemeinsamkeiten &#8230; Danke dafür, liebe Nora!</span></strong></p>
<p> <a href="http://www.abiditext.de/2903/guckt-mal-warum-eine-werbetexterin-was-geschrieben-bekommt/norag_100x150-2/" rel="attachment wp-att-2928"><img class="alignleft size-full wp-image-2928" title="NoraG_100x150" src="http://www.abiditext.de/abiditext/wp-content/uploads/2011/12/NoraG_100x1501.jpg" alt="" width="100" height="150" /></a></p>
<p>Ich, <a href="http://www.nora-g.de" target="_blank">Nora Günther</a>, bin ja hauptsächlich Historienschriftstellerin – doch heute hier vertreten, weil in unserem <a href="http://www.texttreff.de/blog.php?id=P2505" target="_blank">Netzwerk Texttreff </a> eine tolle Blogwichtelaktion, das gegenseitige Beschenken mit einem Gastbeitrag, ins Leben gerufen wurde.</p>
<p>Tja, und da ich erstens das Wichteln liebe, das Bloggen auch ganz gern mag und unseren Texttreff sowieso (besonders, seit das Anmeldeprozedere geändert wurde, damit die jährliche Weiterbildung nicht mehr nach 9 Minuten ausgebucht sein konnte) – wollte ich mitmachen.</p>
<p>Nun gut, ich wurde einer Werbetexterin zugelost.</p>
<p>Hmm. Aha. Pergament und Kanzleisprache versus iPad und Werbesprech?</p>
<p>Doch ich fand unverzüglich eine Gemeinsamkeit – denn wir beide wollen Neugier wecken und lieben Voltaires Zitat: „Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur nicht die langweilige.“</p>
<p>Aber dann hört es schon wieder auf mit den Bindegliedern – sie erklärt, dass Bücher um des Lesens willen gekauft werden, während sie um Aufmerksamkeit buhlen muss und darauf hofft, dass der Appetit beim Lesen kommt.</p>
<p>Da muss ich ihr doch wieder vorbehaltlos zustimmen. Werbetexte sollte man, im Hinblick auf ein gesundes Portemonnaie, unbedingt ignorieren &#8230; doch die Werbetexter/-innen auch?</p>
<p>Meine Neugier war nach dem Lesen von Heike Schmidt-Abidis Steckbrief immerhin geweckt – also wollte ich sie auch richtig aufspüren, schaute mich auf ihrem Blog um und begann, über sie intensiver nachzudenken.</p>
<p>Ich wusste immerhin schon seit längerem, dass sie wirkungsvolle Worte findet, die Protextbewegung glühend vertritt und ansonsten die Farbe Türkis zu lieben scheint (jedenfalls ist sie die einzige, von der ich türkise Mails erhalte).</p>
<p>Aber dass sie locker-flockig und beneidenswert regelmäßig über Bücherwürmer, Marktlückenfüller und den Mediendschungel bloggt, wusste ich nicht. Na, sie wusste sicherlich auch nicht, dass ich dagegen in vergilbten Akten nach Fehden und Arglisten, niederträchtigen Meuchlern und edlen Haudegen stöbere, alle zusammen bringe und dann zeitintensive, gefühlvolle und spannungsgeladene ;-) Romane schreibe.</p>
<p>Ja, und so kam der nächste Unterschied zutage.</p>
<p>Während ich mir an Hieroglyphen die Augen verdarb und mich still am 11.11.11 erfreute, sinnierte sie öffentlich und treffsicher über Schnapszahlen, schlug sogar den Bogen zum 21.12.2112 – im Leben würde ich nicht soweit denken wollen.</p>
<p>Muss ich ja auch nicht, ich bleibe lieber in den vergangenen Jahrhunderten &#8230; aber so hätten mich doch wenigstens ihre Glückwünsche an den Erfinder des Fernsprechapparates nicht überraschen dürfen (natürlich im Gegensatz zu der anschließenden, von dieser Werbetexterin perfekt formulierten, Begründung des damaligen kreativen Unsinns ;-)).</p>
<p>Ich wäre daran gescheitert, ehrlich. Denn ich kann nicht so schnell – deshalb gibt es in meinem Blog äußerst selten witzige und informative Reaktionen auf Ereignisse, welche die Gesellschaft beeinflussen und auch auf die, welche die Welt nicht braucht (wer wissen will, was ich meine, möge nach ihrem Würgeschlangen-Spaßfaktor suchen). Denn ehe ich soweit bin, was zu reimen, anzuprangern oder zu rühmen, wird die Zeitung bereits zum Einwickeln verwendet, der online-Presseartikel ins Archiv verschoben und das begehrte Ranking von gnadenlosen Contentfirmen längst verdrängt sein.</p>
<p>Dass sie – last but not least – ebenfalls auf niederländisch kann, erfuhr ich staunend beim gemeinsamen Kommentieren des neuen Pöstchens eines gewissen Freiherrn – und logischerweise amüsierte ich mich gleich darauf prächtig über ihre wirkungsvollen Durchzüge vom Freiherrn über die gepriesene freie Bedienung und Freiheit bis zum Freibeuter.</p>
<p>Ja, damit hat sie, wie gewünscht, die Vorteile klar herausgestellt, Kompliziertes einfach auf den Punkt gebracht. (Unterdessen gestalte ich lieber eine kompliziert anmutende Handlung mit vielschichtigen Charakteren und ganz besonders gern verschweige ich die Vorteile, die jeder davon hat, bis zu den letzten Kapiteln.)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Tja, wirkungsvolle und rastlose Werbetexterin eben, sehr zu empfehlen. Auch von einer Frau, die ein gefülltes Portemonnaie lieber als funktionierende Werbung mag (erst recht in der besinnlich sein sollenden Weihnachtszeit).</p>
<p>Die ich Dir, liebe Heike, nicht nur nebenbei auch von Herzen wünsche.</p>
<p>.</p>
<p>(Ich bin übrigens inzwischen mit meinem Text noch nicht nennenswert vorangekommen. Aber das ist nicht tragisch. Ich habe Zeit, weder drängt mich einer vom Pergament weg noch wird die Geschichte in der Zwischenzeit umgeschrieben &#8230; hoffe ich.)</p>
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		<title>Ein Bild von einem Mann. Und noch eins &#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 07:56:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AbidiText</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediendschungel]]></category>
		<category><![CDATA[Bildauswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich geb&#8217;s ja ungern zu &#8211; aber manchmal sagt ein Bild wirklich mehr als jedes Wort. Und zwei ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich geb&#8217;s ja ungern zu &#8211; aber manchmal sagt ein Bild wirklich mehr als jedes Wort. Und zwei Bilder erst recht &#8230; Diese beiden Fotos von FDP-Parteichef Philipp Rösler und dem neuen FDP-Generalsekretär Patrick Döring wurden mit so viel Fingerspitzengefühl ausgewählt, dass man sich sämtliche Kommentare, Berichte und Leitartikel zu diesem Thema sparen kann:</p>
<p><a href="http://www.abiditext.de/2897/ein-bild-von-einem-mann-und-noch-eins/attachment/026/" rel="attachment wp-att-2898"><img class="alignnone size-medium wp-image-2898" title="026" src="http://www.abiditext.de/abiditext/wp-content/uploads/2011/12/026-375x500.jpg" alt="" width="375" height="500" /></a></p>
<p>An sich lässt die Qualität unserer regionalen Tageszeitung nicht selten zu wünschen übrig. Ja, man schafft es sogar, in anderthalbzeilige Bildunterschriften Rechtschreibfehler reinzuhauen. Aber die Bildsprache, die Bildsprache &#8230;</p>
<p>Patrick Döring, von dem ich persönlich bis zum gestrigen Abend noch nie etwas gehört habe, muss wahrhaft ein Politiker von Format sein, wenn von ihm kein anderes Foto vorliegt als dieses Urlaubsbild. Ein Mann, der über den Dingen steht. Der keinen Anzug braucht, um seriös zu wirken. Der es lächelnd mit Würgeschlangen aufnimmt. Bei dem der Spaßfaktor &#8211; das zentrale FDP-Merkmal schlechthin &#8211; nicht zu kurz kommt.</p>
<p>Ich bin sicher, Rösler hat bei seiner Personalentscheidung so viel Treffsicherheit bewiesen wie die RHEINPFALZ bei dieser Bildauswahl. Glückwunsch!</p>
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		<title>»Ich bin so frei &#8230;«</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 09:26:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AbidiText</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediendschungel]]></category>
		<category><![CDATA[Freibeuter]]></category>
		<category><![CDATA[Freiherr]]></category>
		<category><![CDATA[Internehtfreiheit]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; dachte sich ein gewisser gegelter Freiherr einst und klöppelte aus den klugen Erkenntnissen anderer ein pseudowissenschaftliches Werk. Schnee ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; dachte sich ein gewisser gegelter Freiherr einst und klöppelte aus den klugen Erkenntnissen anderer ein pseudowissenschaftliches Werk. Schnee von gestern. Leider wartete er nicht, bis Gras über die Sache gewachsen ist, und meldete sich mit neuer Frisur und unbebrillt zurück &#8211; als flockig englisch parlierender »distinguished statesman«. Doch damit nicht genug &#8211; nun lässt  er sich auch noch als EU-Berater engagieren &#8211; ausgerechnet in Sachen Internetfreiheit. Freiherr, Freiheit &#8211; das passt ja. Und Erfahrung im Sich-frech-und-frei-im-Netz-Bedienen hat er auch. Warum hält er nicht einfach mal den Rand und bleibt im Freistaat? Der alte Freibeuter &#8230;</p>
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		<title>„Wenn das Volk kein Brot hat …“</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 16:24:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AbidiText</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundsachen]]></category>
		<category><![CDATA[Anzeige]]></category>
		<category><![CDATA[Text-Bild-Verhältnis]]></category>

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		<description><![CDATA[Gastbeitrag von dissens-Tina – vielen herzlichen Dank dafür! „Wenn das Volk kein Brot hat, dann soll es eben Kuchen essen“ ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em><span style="color: #008080;">Gastbeitrag von dissens-Tina – vielen herzlichen Dank dafür!</span></em></strong></p>
<p>„Wenn das Volk kein Brot hat, dann soll es eben Kuchen essen“ (frz.: „S’ils n’ont pas de pain, qu’ils mangent de la brioche!“), so das Zitat, das gerne (fälschlicherweise) Marie Antoinette zugeschrieben wird. Nun, das ist eine Weile her und somit ein wenig überholt. An heutige Zeiten angepasst, muss es lauten: „Wenn die Weltbevölkerung nichts zu essen hat, dann soll sie eben saufen!“</p>
<p>Zumindest lässt die aktuelle Printkampagne der Firma k+s nur wenige andere Deutungen zu.</p>
<p><a href="http://www.abiditext.de/2881/%e2%80%9ewenn-das-volk-kein-brot-hat-%e2%80%a6%e2%80%9c/werbung001/" rel="attachment wp-att-2882"><img class="alignnone size-medium wp-image-2882" title="Werbung001" src="http://www.abiditext.de/abiditext/wp-content/uploads/2011/11/Werbung001-364x500.jpg" alt="" width="364" height="500" /></a> </p>
<p>Der eher kleingedruckte Text der Anzeige besagt:</p>
<blockquote><p><em>„Die Weltbevölkerung wächst, die Ansprüche an die tägliche Ernährung verändern sich und die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten steigt – vor allem in den Schwellenländern – stetig an. Es gilt, Flächenerträge zu erhöhen, um den wachsenden Bedarf an Nahrungsmitteln decken zu können. Mit unseren Düngemitteln schaffen wir dafür eine wichtige Voraussetzung. So leisten wir einen erheblichen Beitrag zur nachhaltigen Ernährung der Weltbevölkerung. Für ein Plus an Wachstum und reiche Ernte.“</em></p></blockquote>
<p> So weit, so leseunfreundlich und holperig. Und über die Frage, was genau man sich unter „nachhaltiger Ernährung“ vorstellen soll, möchten wir wirklich nicht allzu lange nachdenken. Immerhin lässt sich herauslesen, dass die Firma einen Beitrag zur Welternährung zu leisten verspricht.</p>
<p>Diesen Text jedoch mit einem Bildmotiv zu hinterlegen, welches einen <strong>Weinberg</strong> (!) zeigt, erscheint … wenig glücklich. Es mag zwar sein, dass in der entsprechenden Marketingabteilung Wein als Grundnahrungsmittel gilt, dies dürfte aber für die Mehrheit der (teils hungernden) Menschheit kaum nachvollziehbar sein.</p>
<p>Für den Betrachter bleibt nur noch eine Frage offen: Sind die für diese Anzeige Verantwortlichen …</p>
<p>a) einfach nur unwissend?<br />
b) permanent volltrunken?<br />
c) grenzenlos zynisch?<br />
oder<br />
d) von allem etwas?</p>
<p>Ich nehme den Publikumsjoker!</p>
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