Und hier die heutige 2-Cent-Frage:

Ein Talp ist ein …

A: Skalp der Eskimos
B: ungarisches Wort für Fuß
C: scharfes Messer der Frühneuzeit
D. finnischer Meerbusen

Na, wer weiß es? Ja, klar: „Ruckediguu, Blut ist im Talp”, müsste es in der ungarischen Version von Aschenputtel heißen. „Talpas” ist daher eine scherzhafte Bezeichnung für ungarische Fußsoldaten. Womit klar ist, dass „Tollpatsch” nichts mit Tollheit zu tun hat und die Reform der alten Schreibweise „Tolpatsch” einfach Käse war.

So etwas nennt man „Volksetymologie”. Man hört ein fremdes Wort, versteht es nicht, benutzt es aber trotzdem – und wandelt es so kreativ ab, bis es in die eigene Sprache passt. Und man sogar glaubt, seine Herkunft erklären zu können.

So wie bei Matten, die man aufhängt, um sich reinzulegen (und möglichst nicht rauszupurzeln). Die nennt man dann einfach „Hängematte”. Dass sie vor ihrer Reise über das Niederländische, Französische und Spanische „hamaka” hießen und aus der Eingeborenensprache Haitis stammten, ist eher unbekannt. Aber unglaublich lustig, oder?

Weitere Beispiele? Aber gerne: Armbrust, Liebstöckel, Maulwurf, Vielfraß, Windhund … Und wer mehr wissen möchte, wird beim Nachschlagen im etymologischen Wörterbuch feststellen, wie unterhaltsam Sprachgeschichte sein kann!
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2 Kommentare

  1. Ohje… da haste nun was angestellt….
    Die Herkunft von “Vielfraß” (richtig müßte das ja Felsenkatze heißen) kenne ich, aber der Rest?

    Bin jetzt wahrscheinlich wieder ewig mit googeln beschäftigt. Danke *grmpf*
    :-P

    • admin sagt:

      Hihi
      Na ja, ich will mal nicht so sein, ein bisschen kann ich ja verraten. Zum Beispiel das Liebstöckel (auch gerne Maggikraut genannt, obwohl in Maggi kein bisschen Liebstöckel enthalten ist) aus dem Lateinischen stammt (ligusticum). Sonnige Grüße von Heike

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